Tierheimleitung: Marie Hund

Seit 01.01.2016 hat Frau Marie Hund die Tierheimleitung übernommen. In einem kurzen Interview möchten wir Ihnen Frau Hund gern vorstellen.

 

 

Welche Rolle spielen Tiere in Ihrem Leben?
Tiere spielen für mich eine sehr wichtige Rolle. Wir hatten 15 Jahre einen super tollen Familienhund, der dann in meiner Ausbildungszeit leider verstarb.

Ich hatte immer Pflegetiere zu Hause und nach meiner Ausbildung übernahm ich dann einen Hund aus einem Tierheim und habe mittlerweile 2 Hunde und 2 Katzen.Aber auch weiterhin wird immer mal wieder ein Pflegetierchen bei uns wohnen.

 

Was war der Auslöser, die Ausbildung zur Tierpflegerin zu machen ?

Tiere fand ich schon immer toll und wollte von klein auf etwas in diese Richtung machen.
Über ein paar kleine Umwege und andere Tätigkeiten kam ich dann endlich zu meinem Jahrespraktikum im Duisburger Tierheim - die Arbeit hat mir so sehr gefallen und ich wusste: „Es muss in einem Tierheim sein“. Labor und Zoo kamen für mich sowieso nicht in Frage und somit entschloss ich mich, meine Ausbildung im Tierheim zu machen. Und nun arbeite ich schon seit fast neun Jahren in verschiedenen Tierheimen.

 

Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit im Tierheim Winhöring?

Ich finde generell an der Arbeit in Tierheimen gut, dass man helfen kann, dass man sehen kann, wie dankbar die Tiere sein können. Die Arbeit im Tierheim ist einfach wunderbar. So routinemäßig es auch sein mag - jeder Tag ist anders und gestaltet sich immer unterschiedlich.

Da es ein relativ neues Tierheim ist, haben die Tiere dementsprechend auch schöne Zimmer, mit Fußbodenheizung, Fenstern und Auslauf. Neue Ideen, die den Tieren den Tierheim-Alltag verschönern können, werden gerne angenommen und umgesetzt. Da schätze ich sehr, dass der Vorstand uns vertraut und immer ein offenes Ohr hat.

Die Hunde haben tolle Gassigeher, somit kommen alle Hunde fast täglich zu ihrer großen Spaziergehrunde und die Katzen haben tolle Katzenstreichler, die auch mal ängstliche Katzen hervorlocken können.

Die Zusammenarbeit im Team und mit dem Vorstand klappt einfach super und mit der derzeitigen Arbeitsverteilung bin ich sehr zufrieden. Natürlich hoffe ich sehr, dass es so bleibt, da im April ja die Vorstandswahlen sind.

 

Sie sind seit Januar Tierheimleitung. Was für Pläne haben Sie? Möchten Sie etwas im Tierheim verändern?

Ich arbeite nun schon seit November 2014 hier im Tierheim und es hat sich insgesamt seitdem einiges verändert. Viele Hunde sitzen nicht mehr einzeln in den Zimmern, sondern nach Möglichkeit zu zweit oder bis zu viert tagsüber auf unserer Spielwiese. Unsere Kaninchen und Meerschweinchen haben ein wunderschönes Freilaufgehege gebaut bekommen und der Misthaufen ist verschwunden, dafür gibt es nun einen Container.

In der Planung ist nun unsere ungenutzte Fläche hinter dem Gebäude besser nutzen zu können, damit man auch über eine große Fläche mit den Hunden unangeleint Arbeiten  kann und unsere Katzenzimmer bzw. die dazugehörigen Ausläufe etwas mehr in die Höhe einzurichten mit Brettern , Liegeflächen , Höhlen und Leitern.

All das ist nicht die Arbeit einer einzelnen Person, sondern des gesamten Teams: motivierte Mitarbeiter, ein guter Vorstand im Hintergrund und die ehrenamtlichen Helfer.

 

Was ist für Sie bei der Vermittlung der Tiere besonders wichtig?

Es muss einfach passen. Die Tiere sollen es gut haben, besonders Tiere aus schlechter Haltung sollen kennenlernen können, wie schön das Leben in einer Familie sein kann.
Über jede tolle Vermittlung freuen wir uns alle.

 

Wenn die Tiere sprechen könnten, was würden Sie sagen?

Ich glaube sie würden viel zu erzählen haben, besonders aus ihrer Vergangenheit und ich weiß, ich würde und könnte mich mit ihnen den ganzen Tag unterhalten oder einfach nur zuhören. Es gäbe lustige Geschichten, aber leider auch genug traurige.

Tiere sind ehrlich, selbst ohne reden sieht man ihre Dankbarkeit, Fröhlichkeit, Treue und Trauer genau an. Da gefällt mir der Spruch von Leonardo da Vinci :
„Die Mitteilungsmöglichkeit des Menschen ist gewaltig, doch das meiste was er sagt ,ist hohl und falsch. Die Sprache der Tiere ist begrenzt aber was sie damit zum Ausdruck bringen ist wichtig und nützlich. Jede kleine Ehrlichkeit ist besser als eine große Lüge".

 

Gibt es etwas, was Sie auch nach vielen Jahren Arbeit im Tierschutz immer noch schockiert?

Ja, immer wieder und zwar was es doch für furchtbare und herzlose Menschen gibt.

 

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, was würden Sie sich für die Tiere wünschen?

Dass den Tieren kein Leid mehr zugefügt wird, artgerechte Haltung, kein grundloses Morden, dass Tiere nicht als Gebärmaschinen dienen müssen. Tiere in Zoos und im Zirkus sollten verboten werden und Tierversuche auch. Es ist traurig, dass das Wort "Tierschutz" überhaupt geschaffen werden musste.

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